Hallo... :-)

 

So, nun ist doch endlich mal wieder etwas fertig geworden. Mit dieser Jacke wage ich einen Schritt aus der klassischen Ecke. Wer mich kennt weiß, Basti mag Piefiges.... naja, wenn es irgendwie mit etwas Modernen kombiniert wird. Ich mag die Gegensätze.

 

Hier habe ich mich von der aktuelle chinesischen jungen Mode inspirieren lassen. Neu war für mich, dass ich nach fertigen Entwurf gearbeitet habe.

 

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Normalerweise lasse ich die Sachen irgendwie enstehen... ohne Konzept. Hier stand mir also nun ab und an meine eigene Zeichnung im Wege, an die ich mich ja nun halten musste / wollte.
Als Grundlage dient ein schmaler Sakkogrundschnitt nach Müller, der ein wenig aufgelockert wird. Das heißt die Schultern haben Platz, der Kragen ist etwas halsferner und die Ärmel sind etwas breiter. Dazu ein Fantasiekragen und ein Fantasieverschlussteil auf der linken Hälfte. Die Jacke enthält kein Plack, kein Rosshaar, ist nicht dressiert sondern hat nur stabile Klebeeinlagen vorne und im oberen Rückenbereich. Es sollte eben alles in allem casual werden. Der Brustabnäher ist durch eine fortlaufende Teilungsnaht ersetzt.

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Die Schultern sowie der Unterkragen haben Kunstledereinsätze. Als Oberstoff dient mir eine reine 120er Schurwolle, gefüttert mit Neva-Viscon. Für mich war es das erste mal, dass ich aus solch dünnen Stoff eine Jacke angefertigt habe. Hosen schon öfters. Ich muss sagen, da fängt man wirklich wieder bei Null  an. Zum Beispiel fällt die gewohnte Einhalteweite am Ärmel ins Gewicht. Zwei mal neu musste ich diese zuschneiden, da sich die Weite nicht einbügeln lies. Daher wurde der Ärmel im Kugelbereich immer schmaler. Nun hat er nur noch 3,7cm mehr, und dennoch lassen sie sie nicht wie gewohnt glatt bügeln. Aber gut. Daraus lernt man nur. Das nächste Sakko aus solch einem Stoff bekommt tiefere Armlöcher, da ich sonst überhaupt keine Weite in den Umfang bekomme. Aber hier bei diesem Modell lasse ich es mal so stehen. Casual.... war das Mantra... 

 

Knopflöcher von Hand... auf dem Stoff ebenfalls wieder eine Herausforderung.

 

Für piekfeine Anlässe sicher nicht geeignet, aber mit Jeans für den nächsten Frühling, auf den wir uns gedulden müssen, bestimmt :-)

 

Liebe Grüße
Basti